Kaum zu glauben: Soziologen haben herausgefunden, dass 97 Prozent aller Menschen – so absurd es klingt – keine Ahnung davon haben, was ihnen in ihrem Leben tatsächlich wichtig ist. Hand aufs Herz: Was ist uns wirklich wichtig? Die Antwort ist spontan gar nicht mal so einfach.

Bestimmt ist es keine staubtrockene Sachlichkeit, vermutet Autor Markus Hornung in dieser Ausgabe. Und sein Plädoyer für weniger Sachlichkeit hat was in einer Zeit, in der alle nach Sachlichkeit rufen. «Lassen Sie uns bitte sachlich bleiben», ist geradezu ein Klassiker der deutschsprachigen Meeting- und Diskussionskultur.

Nun, Markus Hornung weiss schon, wovon er spricht. Er weiss, dass Sachlichkeit nur eine Seite der Medaille ist. Da gibts noch eine andere Seite, und das sind die Emotionen, das ist die Leidenschaft. Ein grandioser Widerspruch, meint der Autor. Und er hat Recht. Wir können nicht wirkungsvoll und glaubhaft kommunizieren, ohne Emotionen als Signale einzusetzen, und unser Gehirn ist ohne massive Unterstützung seiner emotionalen Zentren nicht in der Lage, «vernünftige» Entscheidungen zu treffen. Klingt spannend, ist es auch.

Und was bedeutet das? Das bedeutet ganz einfach, dass wir auch bei unserer Arbeit nicht nur auf reine Sachlichkeit setzen, sondern auch unseren Emotionen Freiraum geben sollten. Die daraus resultierenden Ergebnisse können verblüffen. Nicht nur in Bezug auf unsere Motivation, sondern und vor allem auch ganz allgemein auf unsere Interaktion mit unseren Mitarbeitenden. Das kann sinnstiftend sein. Halt eben: wichtig in unserem Leben.

Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre mit der vorliegenden Ausgabe von BüroWelt.!

 

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Quelle: Editorial BüroWelt 1-2017

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