Unser Alltag ist schneller geworden – und lauter! Auch im Büro. Vor allem in den Grossraumbüros. Das Forschungsinstitut Oxford Economics befragte für eine aktuelle Studie weltweit 500 Führungskräfte und Angestellte aus verschiedensten Bereichen. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Lärmbelastung von Angestellten in offenen Büroumgebungen geradezu massiv steigt.

Die Bedingungen seit der ersten Erhebung aus dem Jahr 2015 haben sich deutlich verschlechtert. Beispiel: Vor drei Jahren gaben noch 20 Prozent der befragten Mitarbeiter an, keine Massnahmen gegen Lärm und Ablenkung ergreifen zu müssen, um konzentriert und fokussiert arbeiten zu können. Jetzt ist es gerade noch ein (!) Prozent. Nachzulesen im Artikel ab Seite 26 in dieser Ausgabe.

Vermindertes Wohlbefinden, verminderte Produktivität, unzufriedene Mitarbeiter – die negativen Folgen einer übermässigen Lärmbelastung sind vielschichtig. Dabei steht eine Vielzahl an geeigneten Gegenmassnahmen zur Verfügung. Nur: Gemäss der erwähnten Studie sind es vor allem Top-Unternehmen mit prosperierendem Umsatz, die proaktiv gegen Lärm und Ablenkung in ihren Büros vorgehen.

Das legt den Verdacht nahe, dass weniger florierende Unternehmen am falschen Ort sparen. Denn wer nichts unternimmt gegen die wachsende Lärmbelastung am Arbeitsplatz, muss über kurz oder lang Abstriche machen am grössten Kapital jeder Firma – den Mitarbeitenden. Auch ein Resultat der Studie.

 

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Quelle: Editorial BüroWelt 2-2018

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