Weisse Wände, dunkler Boden, das Interieur mit viel Chromstahl und Glas – und fertig ist das moderne Büro. Ja gut, vielleicht noch der obligate Gummibaum in der Ecke und ein knallroter, ergonomisch sinnvoller Sitzball, auf dem man zwei-, dreimal sitzt, bevor er endgültig zu unbequem wird. So, das muss jetzt aber reichen, mehr Farbe im Büro wäre kitschig.

Nun, zumindest ein Leser wird nach dem ersten Absatz dieses Editorials entsetzt die Hände verwerfen: Martin Tanner. Der diplomierte Farbberater aus Cham kennt den Trend hin zu kühl und technoid wirkenden Büros, weiss aber auch, dass genau solche Räume für eine unproduktive Arbeitsatmosphäre sorgen. Genau so, wie zu intensiv farbige und komplexe Muster.

Wie so oft im Leben liegt die Wahrheit in der Mitte. Tanner: «Eine professionelle Farbgestaltung ist weder überladen mit Reizen noch monoton.» Klingt nicht grad einfach, ist ja aber auch eine Wissenschaft für sich, das mit der richtigen Farbgestaltung von Büroräumen. In seinem Artikel «Farben in Bürowelten» auf den Seiten 6 bis 8 dieser Ausgabe hält der professionelle Farbdesigner denn auch noch eine ebenso simple wie einleuchtende Weisheit bereit: «Farben bedeuten Leben und Lebendiges. Unbuntes assoziieren Menschen mit Leblosem.»

Was sich sonst noch so anschickt, Farbe und Leben in den oft grauen Büroalltag zu bringen, entdecken Sie in dieser Ausgabe von BüroWelt. Wir wünschen Ihnen inspirierendes Lesevergnügen – und natürlich einen farbigen Herbst!

 

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Quelle: Editorial BüroWelt 2-2017

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